Wettbewerb Neugestaltung Verwaltungsgebäude am Bavariaring in München

Wertschätzung der "Münchner Schule"

Das 1976 von Kurt Ackermann erstellte Haus steht in einer Tradition mit bauten von Franz Hart, Werner Eichberg, den Brüdern Luckhardt. es ist, wenn auch kein Denkmal, zumindest ein Zeitzeugnis der damaligen soliden Münchner Schule. Die Kassettierung der Fassade steht beispielsweise in Beziehung mit der Mensa der technischen Universität München. Die Münchner Schule bezieht sich auf die klassische Moderne und verweist auf Vorbilder wie die Fagus Werke von Walther Gropius oder Bauten von Berlage. Seit nun 36 Jahren ist dieses Haus die Heimat der baugewerblichen Unternehmen Bayerns; daraus entsteht auch ein Identifikationswert, der das Gebäude zu einem Teil des geschützten Ensembles werden lässt. Deswegen orientiert sich die neue Fassade an der damaligen Haltung, übernimmt das vorhandene raster, interpretiert es jedoch unter neuen funktionalen, energetischen, baukonstruktiven und gestalterischen Gesichtspunkten neu.

Isarwelle

Es ist kein Zufall, dass das bayerische Baugewerbe hier seinen Standort hat, hier an der Theresienwiese, vis a vis von der Bavaria, dort, wo jedes Jahr das Oktoberfest stattfindet, der Inbegriff bayerischen, bzw. Münchner Brauchtums. Auch die Isar ist ein Wahrzeichen der Stadt, der wilde Gebirgsfluss, dessen Wellen nun die Fassade umspülen, eine Umformung der Natur in der Stadt, ein erstarrter, plastischer Abdruck der isarwellen.


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